Fragen und Antworten

 

Home 
Betreutes Wohnen 
Familienpflege 
Betreutes Einzelwohnen 
Betreute Wohngruppe 
Persönliches Budget 
Seelische Erkrankungen 
Mitarbeiter vor Ort 
Fragen und Antworten 
Stellenausschreibung 
Links 
Impressum 
Kontakt 

Fragen und Antworten
 

Frage:
Ich bin alleinerziehend mit drei Kindern. Kann ich jemanden aufnehmen?

Antwort:
Ja! Die konkrete Familiensituation ist nebensächlich. Es können nahezu jegliche Formen menschlichen Zusammenlebens für das begleitete Wohnen in Familien geeignet sein. Entscheidend ist, das die familiäre Situation verlässlich und herzlich ist und dass der Betreute im Alltagsbereich die erforderliche Unterstützung erhält.

Frage:
Unsere Kinder sind erwachsen und inzwischen ausgezogen. Wir haben jetzt einige freie Zimmer. Können wir auch mehrere Menschen aufnehmen?

Antwort:
Üblicherweise kann eine Familie ein oder zwei Bewohner in Familienpflege aufnehmen.

Frage:
Wir sind schon Rentner und hätten gerne jemand Älteres in Familienpflege. Geht das?

Antwort:
Es werden auch ältere Menschen von uns betreut. Wenn Sie das Gefühl haben, ein(e) Mitbewohner(in) im fortgeschrittenen Alter passt besser zu Ihnen, werden wir das gerne beachten.

Frage:
Uns ist eine gesundheitsbewusste Lebensführung wichtig. Deshalb möchten wir nicht, dass in unserem Hause geraucht wird. Dürfen wir das verlangen?

Antwort:
Der Familiengast soll auf die Lebensgewohnheiten und Familienregeln wie ein anderes Familienmitglied Rücksicht nehmen. Deshalb nehmen wir uns viel Zeit, wenn wir interessierte Familien kennen lernen um herauszufinden, was für ein Mensch zu der Familie passt. Auch wenn jemand in Familienpflege aufgenommen werden möchte, gibt es ein ausführliches Gespräch. Wir möchten ja erfahren, wie der Mensch leben möchte, was ihm wichtig ist, wo seine Stärken liegen und welche Unterstützung er braucht.

Frage:
Wie finden Sie heraus, ob jemand für uns geeignet ist oder ob wir die richtige Familie für einen bestimmten Menschen sind?

Antwort:
Wenn wir nach den Erstgesprächen das Gefühl haben, dass ein Bewohner zu einer bestimmten Familie passt, dann treffen wir uns mit ihm/ihr bei der Familie. Wenn man sich bei einer Tasse Kaffee kennen gelernt hat und gegenseitige Sympathie vorhanden ist, vereinbart man ein Probewohnen. Meist reicht ein Wochenende aus, um herauszufinden, wie gut man zusammenpasst.

Frage:
Was mache ich, wenn sich beim Probewohnen zeigt, dass wir gar nicht harmonieren?

Antwort:
In dem Fall ist es besser, dies ganz offen zu sagen, bevor der Gast einzieht. So erspart man sich und dem betroffenen Menschen im Vorfeld viele Unannehmlichkeiten, Hoffnungen und Enttäuschungen.  Alle Betroffenen sollen sich wohl fühlen mit der Vorstellung, sich aufeinander einzulassen.

Frage:
Bekommen wir eine spezielle Schulung oder Fortbildung, bevor die Familienpflege beginnt?

Antwort:
Das Heilsame an der Familienpflege ist ja gerade, dass die Familiengäste ein ganz normales Leben in der Familie führen können. Dies beruht zum großen Teil darauf, dass die Familien frei vom Ballast theoretischer Kenntnisse einfach mit ihrem gesunden Menschenverstand und dem Herzen auf dem rechten Fleck dem neuen Bewohner begegnen. Wir werden natürlich mit Ihnen auch das konkrete Krankheitsbild des neuen Mitbewohners besprechen. Eine allgemeine Schulung über psychiatrische Krankheitsbilder bieten wir nicht an, da dieses wissen für eine geglückte Familienpflege nicht notwendig ist.

Frage:
Wenn die Familie einmal nicht mehr weiter weiß, bekommt sie dann Unterstützung?

Antwort:
Selbstverständlich. Wir besuchen die Familie und ihren Gast ohnehin routinemäßig mindestens zwei mal pro Monat und führen ein Gespräch darüber, wie es den Beteiligten miteinander geht und was für die nächste Zeit ansteht. Darüber hinaus stehen wir auch jeder Zeit für telefonischen Kontakt zur Verfügung. Und wenn etwas am Telefon nicht so recht geklärt werden kann oder etwas anderes Wichtiges ansteht, gibt es auch einen Hausbesuch zwischendurch.

Frage:
Wir sind beide voll berufstätig. Verträgt sich das mit Familienpflege?

Antwort:
Wenn Sie beide voll arbeiten, kommt Familienpflege derzeit für Sie nicht in Frage. Wenn Sie tagsüber fast nie da sind, haben Sie auch sehr wenig Zeit für Ihre neuen Bewohner.

Frage:
Unsere Familie verbringt die Wintermonate stets auf den Kanarischen Inseln. Ansonsten haben wir viel Platz und Zeit für einen Betreuten. Können wir jemanden aufnehmen?

Antwort:
Eher nicht. Falls Sie den Klienten mitnehmen würden und die (nerven-)ärztliche Behandlung dort gewährleistet und dieser Winterurlaub für den Klienten förderlich wäre und alle anderen Faktoren auch dafür sprechen würden, dann wäre eine Aufnahme unter Umständen möglich. Grundsätzlich haben Sie als Familie Anspruch auf bis zu vier Wochen Urlaub, den Sie auch ohne den Klienten verbringen können. Dieser würde in der Zeit möglichst in einer Vertretungsfamilie untergebracht.

Frage:
Ich bin Alkoholiker, seit acht Jahren trocken. Darf ich da jemanden aufnehmen?

Antwort:
Ja, entscheidend ist, dass Sie – auch wenn der von Ihnen aufgenommene Betreute in eine Krise geraten sollte – emotional stabil genug sind, um damit angemessen umgehen zu können, mit unserer fachlichen Unterstützung selbstverständlich. Wir haben mehrfach die Erfahrung gemacht, dass ein Mensch, der persönliche Krisen nachhaltig überwunden und daraus eine Stärkung erfahren hat, besonders geeignet ist in der Betreuung von psychisch erkrankten und behinderten Menschen.

 

Copyright(c) 2006 Wendepunkt Schwäbisch Hall. Alle Rechte vorbehalten.
gudrun.noll@verein-wendepunkt.de