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Psychose

 

Bei dieser Erkrankung spielen Stoffwechselstörungen im Gehirn eine große Rolle. Das Zusammenspiel der Botenstoffe scheint nicht mehr zu stimmen, dafür spricht auch, daß man die Symptome der Psychose mit Medikamenten, die den Stoffwechsel der Nervenzellen beeinflussen mindern, bzw. beseitigen kann. 

Oft gibt es in den Familien der Betroffenen gehäufte Fälle, es handelt sich jedoch nicht um eine reine Erbkrankheit. Die genauen Ursachen sind noch nicht bis ins letzte geklärt. Man weiß, daß auch Umwelteinflüsse und belastende Ereignisse zumindest für den Ausbruch der Erkrankung mitverantwortlich sind.

Die Entwicklung und der Verlauf einer Psychose sind an mehrere Bedingungen geknüpft.

Man unterscheidet exogene ( organische, symptomatische) und endogene (nicht-organische, funktionelle) Psychosen.

  • Exogene Psychosen entstehen auf Grund einer organischen Erkrankung, z.B. :Alkohol –und/oder Drogenmißbrauch, Epilepsie, Hormonstörungen, Tumore, Infektionen, Verletzungen, Stoffwechselstörungen. Man unterscheidet zwischen akuten und chronischen exogenen Psychosen.
  • Bei den akuten Formen findet man in der Regel eine Bewußtseinstrübung/störung und Desorientierung. Bei der Akutform bilden sich die Symptome nach entsprechender Behandlung in der Regel zurück.
  • Wenn die körperlichen Ursachen nicht beseitigt werden können, spricht man von einer chronischen Psychose.

Die endogenen Psychosen sind im Gegensatz zu den exogenen Formen körperlich nicht begründbar. Man unterteilt hier in :

  • Schizophrene Psychosen  - es findet sich ein Nebeneinander von gesunden und veränderten Verhaltensweisen und Wahrnehmungen bei den Betroffenen.
  • Affektive Psychosen – beeinträchtigt sind vor allem die Stimmung, Motivation und Antrieb.
  • Schizoaffektive Psychosen – eine Mischung der Symptome der schizophrenen und affektiven Psychose, es zeigt sich ein phasenhafter Verlauf , ähnlich der manisch-depressiven Erkrankung.

Die häufigst auftretenden Symptome :

Erhebliche Konzentrationsstörungen, Gedankengänge sind gestört, logisches Denken sehr erschwert. Fühlen, handeln und wollen sind widersprüchlich , die Stimmungslage instabil. Die Betroffenen erleben ihre ganz eigene Realität – z.T. mit massiven Ängsten ( Verfolgungswahn, Halluzinationen ) , sie reagieren angespannt bis aggressiv, glauben, daß jemand sie von außen bedroht, verfolgt, leitet, ihre Gedanken beeinflußt, bzw. diese ihnen raubt.

Es zeigen sich Müdigkeit, vermindertes Leistungsvermögen, depressive Verstimmung und Gefühlsarmut. Abnehmende Interessen, sozialer Rückzug, vermindertes Sprechen und allgemein Vernachlässigung des Äußeren.

Weltweit erkrankt jeder hundertste im Laufe seines Lebens an einer Psychose, Männer und Frauen sind davon gleichermaßen betroffen. 

 
   

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