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Das Wort
kommt aus dem griechischen und bedeutet „gespaltener/s Geist/Gemüt“
Die
Schizophrenie zeigt sich in einem vielseitigen und komplexen Erscheinungsbild.
Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Phase.
In der
akuten Phase stehen Phänomene wie z.B. Stimmenhören und Verfolgungswahn im
Vordergrund und in der Regel wird der Krankheitszustand verleugnet. Während der
chronischen Phase überwiegen die Einschränkungen bestimmter psychischer
Funktionen und Emotionalität, z.B. Mangel an Gefühlen, Antriebsstörungen,
Vernachlässigung des Äußeren, sozialer Rückzug.
Fälschlicherweise wird Schizophrenie oft mit einer
Persönlichkeitsspaltung im Sinne der „multiplen (mehreren) Persönlichkeiten“ in
Verbindung gebracht. Die scheinbar unsinnigen, bzw. unverständlichen Handlungen
und Äußerungen der Erkrankten basieren jedoch auf Fehlwahrnehmungen und
Fehlinterpretationen des Umfeldes. D.h. es gibt Störungen der Wahrnehmung im
Bereich des Denkens, der Sprache und der Gefühlswelt.
Die neueste
Gehirnforschung gibt Grund zu der Annahme, daß die Schizophrenie, bzw. die
Anlage dazu tatsächlich als Veränderung im Gehirn angelegt ist. Diese
Veränderung kann, so vermutet man, auch erblich weiter gegeben werden, wobei
dies alleine nicht unbedingt zwingend zum Ausbruch der Krankheit führen muß.
Anscheinend muß es einen Reiz/Anlaß, ( ein Vorfall, Trauma oder
Drogenmißbrauch) im Außen geben, der die
Konstellation aktiviert. Schizophrenie Patienten weisen häufig weitere
psychische Erkrankungen wie Depression und/oder Sucht auf. Man weiß mittlerweile
z.B., daß Cannabis eine Schizophrenie auslösen
kann.
Folgende
Störungen können sich im Rahmen einer Schizophrenie zeigen
:
- Halluzinationen
Störungen der Sinneswahrnehmungen –
meist im akustischen Bereich, d.h. es werden Stimmen gehört, die von der Umwelt
nicht wahrgenommen werden. Seltener sind Berührungs –oder optische
Halluzinationen.
- Wahn
Der/die Betroffene hat Wahnvorstellungen, die für ihn Realität sind,
jedoch nichts mit der allgemeinen Realität zu tun haben. D.h. er fühlt sich z.B.
verfolgt, oder schwer krank oder zu einer großen politischen oder religiösen Tat
berufen
- Denk- und
Sprachstörungen
Das
denken erscheint zerfahren, zusammenhangslos und ohne innere Logik, was sich in
der Sprache zeigt. Wörter werden durcheinander geworfen, der Satzbau
zerstückelt, die Äußerungen skurril.
- Emotionale
Störungen
Extreme und extrem schwankende
Stimmungen und Gefühle. Es kann zu heftigen Angstzuständen, zur
„Affektverflachung“- Erstarrung kommen ( Gesichtsausdruck, Gestik,
Mimik erstarrt und veramt; Blickkontakt wird vermieden, der/die Betroffene fühlt
sich leer, freudlos, wenig interessiert ; sozialer Rückzug) , aber auch zu übertriebener Albernheit, Distanzlosigkeit und
Enthemmung . Häufig stimmen auch der
Gefühlsausdruck und die aktuelle Situation nicht überein – z.B. Amüsiertsein bei
schrecklichen Ereignissen.
- Ich Störung
Die Grenze zwischen dem Ich und der
Umwelt verschwimmt. Alles erscheint unwirklich. Die Betroffenen fühlen sich z.T.
von außen manipuliert oder meinen, daß man ihnen ihre Gedanken wegnehmen
würde.
- Psychomotorische
Auffälligkeiten
Spontanität , Eigeninitiative und emotionale Reaktionsfähigkeit sind
stark vermindert. Bei vollem Bewußtsein kann es zum „Stupor“ – völlige
Bewegungs- und Reaktionslosigkeit – kommen. Oder zum anderen Extrem – starke
motorische Erregung mit stereotypen Bewegungsabläufen bis hin zu zielloser
Aggression.
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